Schëfferveraïn St. Nicolas Waasserbëlleg

Nikolausstatue zurückgekehrt

Luxemburger Wort

 
19. Oktober 2010

Die Gemeinde Mertert und der Schifferverein St. Nikolaus Wasserbillig hatten am 16.Oktober zur Rückkehr der Statue des heiligen Nikolaus zur „Spatz“ in Waasserbëlleg eingeladen.

Die Statue stand bis nach dem Zweiten Weltkrieg in der Fassadennische eines Wohnhauses „Op der Spatz“. Wohnviertel und Wohnhaus mit der Nikolausfigur am Zusammenfluss von Sauer und Mosel wurden während des Krieges schwer beschädigt und man entschied, dieses Wohnviertel nicht mehr aufzubauen. 1952 verschwand das „Nékloshaus“, die Statue wurde jedoch von den Besitzern des Hauses gerettet. 2010 schenkten diese die Statue, die schätzungsweise 300 Jahre alt ist, an den Wasserbilliger Schifferverein, der sie restaurieren ließ.

Mit einem Passagierschiff, eskortiert von mehreren Booten, kam die Nikolausstatue am Samstag zurück nach Wasserbillig. An der Anlegestelle wurde sie zu den Gesängen des „Sängerbond Museldall“ ausgeladen und auf einem kleinen Tisch gestellt.

Pfarrer Roger Geimer rief alsdann den Segen Gottes auf die Figur und alle Menschen herab. Von den Mitgliedern des Schiffervereins wurde sie dann zur Stützmauer, ihrem jetzigen Standort, gebracht und dort in einer Spezialanfertigung aus Eisen und Glas untergestellt.

Bürgermeister Gust Stefanetti begrüßte die zahlreichen Gäste und ging auf die Geschichte der Schifferfamilie ein, die 1844 gegründet wurde und deren erste Fahne von 1864 heute noch besteht. Mit Freude erfülle man den Wunsch der Schiffersleute, der nicht zuletzt dank der Familie Baumann in Erfüllung geht. Auch erinnerte er an das von Lehrer Camille Schiltz verfasste Buch „Die Geschichte der Wasserbilliger Schifffahrt“.

Bis 1912 waren auch die Schiffleute aus Oberbillig im Verein, gründeten dann aber eine eigene Nikolausbruderschaft, deren Mitglieder auch heute hier zugegen waren.

Dankesworte richtete Gust Stefanetti an den Gemeinderat für das Stimmen des Projektes, an die Familie Eugène Baumann, welche die Figur 1952 rettete, an die Restauratorin Murielle Prieur, den technischen Dienst der Gemeinde und besonders Sacha Kowalyszyn für den Entwurf der Vitrine, deren Ausführung von der Firma Girst und Schneider übernommen wurde und für die Vorbereitung des Stellplatzes durch den technischen Dienst und den CIGR Kanton Grevenmacher. Der Präsident des Schiffervereins, Jean Herrig, bedankte sich herzlich bei allen beteiligten Helfern, vornehmlich beim Schutzpatron der Schiffer und Fischer, „dee selwer och zréck op Belleg wollt“